Direkt zum Hauptbereich

Der heilige Berg Athos

Die bergige Halbinsel, die heute unter griechischer Herrschaft steht, ist eine orthodoxe Mönchsrepublik. Sie ist autonom und besteht als solche nachgewiesenermaßen seit dem neunten Jahrhundert nach Christus!
Frauen sind hier nicht erlaubt.
Es leben um die 2000 Mönche auf dem Berg Athos. Es gibt Klostergemeinschaften aber auch Einsiedler in kleinen Häusern (Kellia) in sogenannten Skiten - Siedlungen, die von einem Mutterkloster abhängen.
Die Traditionen, die dort noch immer gelebt werden, stammen aus byzantinischer Zeit, die byzantinische Flagge weht hier noch. Auch wird noch immer nach dem julianischen, nicht nach dem heute genutzten gregorianischen Kalender, gelebt. Der julianischen Kalender läuft dem von uns genutzten gregorianischen Kalender 13 Tage hinterher. Und das bereits seit 1900 und auch noch bis 2100! Das erklärt auch warum die orthodoxe Kirche Weihnachten am 7. Januar, statt am 25. Dezember feiert (vom gregorianischem Kalender ausgehend).

Ein Besuch des Berg Athos ist also eine Zeitreise in das alte Byzanz. Männer werden pilgernd gern aufgenommen und bewirtet, der Zustrom ist enorm. Diese einzigartige Erfahrung bleibt der Hälfte der Bevölkerung leider bis heute verwehrt.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Das Dorfmuseum in Tremmen im Havelland - Ein Erfahrungsbericht

Wie angekündigt möchte ich abseits von einzelnen Kunstwerken,  eine weitere, oft unbeachtete oder gar verlachte Sparte von Kunst bzw. Museen hier entstauben und würdigen: Kleine Heimatmuseen . Dabei beschränke ich mich zunächst auf Dorfmuseen in Brandenburg. Davon gibt es unheimlich viele! Die allermeisten dieser Museen werden von ehrenamtlich arbeitenden Menschen organisiert, befüllt und gepflegt. Wie Herr Lehnhardt. Er leitet das Dorfmuseum in Tremmen ( HIER gehts zur Website).  Er sagt dazu, er habe es gut, denn im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Museen in Brandenburg werde dieses Museum vom Verein "Förderkreis Dorfmuseum Tremmen e.V." getragen und zusätzlich von der nahgelegenen Kleinstadt Ketzin/Havel finanziell unterstützt. Doch von vorn: Tremmen liegt circa 50 Autominuten vom Zoologischen Garten, Berlin entfernt. Die Strecke führt entlang der Heerstraße , die sich durch Westend und Spandau schlängelt.  Auch heute ist diese Straße noch unfassbar lan...

Passionswerkzeuge in Perugia - Was steckt hinter all den Händen, Köpfen, Würfeln, Säulen und abgeschnittenen Ohren?

Giovanni di Tommasino Crivelli, Cristo in pietá tra gli strumenti della Passione, um 1450, Galleria Nazionale dell´Umbria (Perugia). Privatfotografie. Im Herbst und Winter 2019 findet in Perugia der Herbst des Mittelalters in Umbrien statt ( L`Autunno del Medioevo in Umbria ). Neben Hochzeitstruhen , die ab 1380 üblich im Raum Florenz wurden und zumeist biblische und mythologische Geschichten in geschnitzter, punzierter oder eingravierter Form zeigen, werden auch Altargemälde, Fresken und aufwendige mit Metallen überzogene Holzplatten, die in höchster Handwerkskunst biblische Geschichten erzählen, präsentiert.  Inhaltlich besonders hervorgehoben werden zwei Gemälde, die nicht ausschließlich aus Farbe auf Holz bestehen, sondern teilweise mit feinen goldenen Platten beschichtet sind, die wiederum durch Punzierung und Gravierung vervollkommnet sind. So sind beispielsweise die Heiligenscheine und die kostbaren Gewänder hervorgehoben worden. Bei beiden Szenen handelt es sich u...

Giulio G. Zumbo und seine grausigen Wachsmodelle

Giulio G. Zumbo, Präparat eines männlichen Kopfes, Wachsmodell, 1695, Museo di Storia Naturale (La Specola), Florenz. Aus: Petra Lamers-Schütze, Yvonne Havertz (Hg.), Encyclopaedia Anatomica. Museo La Specola Florence, Köln 1999, S. 19. Giulio Gaetano Zumbo lebte im barocken Florenz und fertigte (zumeist) anatomisch korrekte Teile des menschlichen Körpers an (s. Abb. 1). Bereits ein Jahrhundert zuvor begannen medizinisch ausgebildete Männer wie der Flame Andreas Vesalius eigenhändig zu sezieren und somit der menschlichen Anatomie zum Teil sogar vor Publikum zu Leibe zu rücken. Vor der Renaissance war das Aufschneiden des Körpers Sache von niederen Schichten, zum Beispiel Badern. Wohingegen die Untersuchung, die Beschreibungen und medizinischen Erkenntnisse, die auf das Aufschneiden und sezieren folgten, Aufgabe der intellektuellen Mediziner war. Diese jedoch machten sich nicht an den Leichen zu schaffen. Die Medizin war also in zwei Klassen (der körperlich und der geistig arbeite...